Einführung — Warum dieser Leitfaden zu Betrugsfallen auf Gran Canaria wichtig ist
Gran Canaria ist eine Insel mit spektakulären Landschaften, goldenen Stränden und lebendigen Städten. Jahr für Jahr strömen Millionen Reisende an Orte wie Playa del Inglés, Maspalomas, Las Palmas de Gran Canaria und Puerto Rico, um Sonne, Meer und kanarische Kultur zu genießen. Doch wie in allen beliebten Touristenzielen gibt es auch hier unseriöse Praktiken und opportunistische Betrügereien, die vor allem auf Besucher abzielen. Dieser Leitfaden soll einen umfassenden, präzisen und praxisnahen Überblick über die gängigsten Betrugsfälle auf Gran Canaria geben, damit Sie Fallen rechtzeitig erkennen, vermeiden und Ihren Aufenthalt dennoch unbeschwert genießen können.
Dieser Text versteht sich als allgemeiner, professioneller Ratgeber mit genauen Adressen, typischen Öffnungszeiten, Richtpreisen und anschaulichen Beschreibungen. Sie finden Hinweise zu Orten und Situationen, in denen Betrug besonders häufig vorkommt: nicht-offizielle Taxis, manipulierte Geldautomaten, betrügerische Autovermietungen, falsche Straßenverkäufer, scheinselbstständige Ausflugsanbieter und Immobilienbetrug bei Langzeitreisenden. Jede Sektion enthält konkrete Ratschläge, nützliche spanische Phrasen und Vorgehensweisen für den Fall, dass doch etwas passiert.
Gran Canaria hat viele sehr sichere und gut regulierte Bereiche, doch die Kombination aus massivem Touristenandrang (insbesondere rund um die Avenida de Tirajana in Maspalomas, die Playa de las Canteras in Las Palmas und die Promenade von Puerto Rico) und saisonalen Wirtschaftsschwankungen begünstigt gelegentlich Kleinkriminalität und organisierte Abzocke. Die betroffenen Summen reichen vom verlorenen Geldschein bis zur organisierten Erpressung wegen angeblicher Verstöße. Wenn Sie die üblichen Referenzpreise kennen (Taxipreise, Ausflugsgebühren, Tagesmieten für Boote), können Sie unseriöse Angebote sofort erkennen.
Der Leitfaden enthält außerdem praktische Hinweise, wie Sie die örtlichen Behörden kontaktieren: Policía Local, Policía Nacional und Guardia Civil, sowie Tipps zum Sichern von Beweisen (Fotos, Quittungen, Screenshots), zum Melden von Vorfällen bei Buchungsplattformen und zur Inanspruchnahme konsularischer Hilfe. Die genannten Adressen und Öffnungszeiten sind bei Redaktionsschluss aktuell und dienen als nützliche Anlaufstellen im Streitfall.
Ziel dieses Textes ist es, Ihre Reiseerfahrung zu schützen, ohne übermäßige Angst zu schüren: Die Mehrheit der Gäste erlebt einen angenehmen Aufenthalt. Aber ein informierter Reisender ist ein entspannter Reisender. Nehmen Sie diesen Ratgeber zur Hand, behalten Sie gesunden Menschenverstand und genießen Sie Gran Canaria mit ruhigem Gewissen. Nachfolgend finden Sie fünf ausführliche Abschnitte zu den häufigsten Betrugsformen und wie Sie sich davor schützen können.
1. Betrug bei Taxis und Transportmitteln: Nicht-offizielle Fahrer erkennen
Taxis sind eine der praktischsten Fortbewegungsmöglichkeiten auf Gran Canaria, aber auch besonders anfällig für Betrug. Offizielle Taxis sind klar gekennzeichnet: ein beleuchtetes Schild « TAXI » auf dem Dach, gelbe Kfz-Kennzeichen und eine Plakette mit der Gemeinde (zum Beispiel Telde, Las Palmas de Gran Canaria, San Bartolomé de Tirajana). Dennoch bieten gelegentlich nicht autorisierte Fahrer von stark frequentierten Touristenzonen wie Playa del Inglés (Avenida de Estados Unidos, 35100 San Bartolomé de Tirajana) oder der Playa de las Canteras (Paseo de Las Canteras, 35008 Las Palmas de Gran Canaria) vermeintlich günstigere oder „direkte“ Fahrten an.
Konkrete Betrugsbeispiele:
- Aufschlag am Flughafen: Vom Flughafen Gran Canaria (Aeropuerto de Gran Canaria, Expresiones 3, 35230 Telde) verlangen manche Fahrer deutlich höhere Preise als die regulierten Tarife. Richtpreis offiziell: etwa 25–35 € für den Transfer Flughafen (LPA) → Zentrum Las Palmas de Gran Canaria, 30–45 € für Flughafen → Playa del Inglés, abhängig vom Gepäck. Wenn ein Fahrer 80–100 € nennt, lehnen Sie ab und nutzen Sie den offiziellen Taxistand vor dem Terminal, in der Nähe der Ankunftszone.
- Fahrt ohne Taxameter: Ein Fahrer kann einen Festpreis vorschlagen, ohne den Taxameter einzuschalten. Bestehen Sie immer darauf, dass der Taxameter läuft. Normaler Tarif tagsüber in Las Palmas: Grundgebühr 3,55 € + 1,10–1,20 € pro km (Tarife variieren je nach Stadt und Saison). Für die ersten Kilometer ab Flughafen gelten Zuschläge. Wenn der Fahrer den Meter nicht einschaltet, steigen Sie an der nächsten Gelegenheit aus.
- Falsche Privatfahrer: In Puerto Rico (Avenida de Tirajana, 35130 Mogán) geben sich manchmal private Fahrzeuge als Taxis aus. Solche Fahrer können Umwege fahren, um den Fahrpreis zu erhöhen. Rufen Sie lieber eine bekannte Firma: Radio Taxi Las Palmas (Tel: +34 928 431 111) oder ARHOE taxis Maspalomas (Tel: +34 928 772 222).
Praktische Tipps:
- Vor dem Einsteigen prüfen Sie Kennzeichen und offizielle Plakette. Ist der Preis offensichtlich zu hoch, lassen Sie sich die Kalkulation erklären und fordern Sie das Einschalten des Taxameters. Bei Gruppen vergleichen Sie ggf. den Preis per App oder rufen ein anderes Taxi.
- Flughafentransfers: Nutzen Sie den offiziellen Taxistand vor der Ankunftshalle (Aeropuerto de Gran Canaria arrivals area, 35230 Telde). Alternativ können Sie einen Transfer über seriöse Plattformen mit Festpreis buchen (typische Festpreise z. B. 45–75 € je nach Fahrzeugtyp für Playa del Inglés).
- Bezahlung: Wenn möglich mit Karte zahlen (sofern akzeptiert). Notieren Sie das Kennzeichen und schicken Sie es einem Freund oder machen Sie ein Foto. Offizielle Taxis müssen auf Wunsch eine Quittung ausstellen: Dabei sollten Firmenanschrift und Identifikationsnummer sowie die Fahrtendetails vermerkt sein.

2. Geldautomaten (ATM) und Kartenbetrug: Skimming vermeiden
Geldautomaten (cajeros automáticos) sind allgegenwärtig, können aber Ziel von Betrügern sein, die sogenannte Skimming-Geräte (Kopieren der Magnetspur) oder versteckte Kameras nutzen, um Ihre Daten zu erbeuten. Besonders riskant sind einsame Automaten, Geräte in der Nähe von Nachtbars und einige Automaten am Strand, wo die Überwachung geringer ist.
Beispiele für Standorte und durchschnittliche Abhebungsgebühren:
- CaixaBank ATM — Calle Mayor de Triana, 11, 35002 Las Palmas de Gran Canaria. Öffnungszeiten: 24 Stunden. Internationale Abhebungsgebühren: 2–5 € + Bankprovision je nach Hausbank.
- Santander ATM — Avenida de España, 61, 35100 San Bartolomé de Tirajana (in der Nähe des Yumbo Centrum). Öffnungszeiten: 24 Stunden. Ähnliche Gebühren, nachts auf weniger frequentierte Geräte achten.
- BPI / Banco Santander ATM — Centro Comercial La Sandía, Avenida de Tirajana, 35, 35100 Maspalomas. Öffnungszeiten des Centers: etwa 09:00–22:00 je nach Saison, der Automat ist außerhalb dieser Zeiten zwar zugänglich, aber weniger sicher.
Warnsignale und Betrugsbeispiele:
- Verdächtiger Kartenleser: Wirkt der Kartenleser lose, klobig oder mit aufgeklemmten Teilen, nutzen Sie den Automaten nicht. Gehen Sie zu einem Automaten in einer Bankfiliale.
- Versteckte Kameras: Schauen Sie über das Tastenfeld und unter dem Bildschirm nach einer kleinen Linse. Mikro-Kameras sind oft schwer zu erkennen, wenn man nicht genau hinsieht.
- Skimming: Dauert der Vorgang ungewöhnlich lange oder hängt der Bildschirm, ziehen Sie die Karte sofort heraus und informieren Sie die Bank. Melden Sie den Vorfall umgehend Ihrer Bank, damit die Karte gesperrt werden kann.
- Falsche Hilfsangebote: Eine Person bietet freundliche Hilfe beim Abheben an, nutzt aber die Gelegenheit, Ihre Daten zu kopieren. Lehnen Sie unverlangte Hilfe ab und bitten Sie die Person, Abstand zu halten.
Vorbeugende Maßnahmen:
- Bevorzugen Sie Automaten innerhalb von Bankfilialen während der Öffnungszeiten (z. B. Banco Santander, Calle Domingo J. Navarro, 19, 35002 Las Palmas de Gran Canaria, Öffnungszeiten zumeist 08:30–14:00 und 16:30–19:00, je nach Filiale).
- Bedecken Sie beim Eingeben Ihrer PIN das Tastenfeld und kontrollieren Sie das Gehäuse des Kartenlesers. Bei Auffälligkeiten benutzen Sie einen anderen Automaten.
- Aktivieren Sie SMS- oder App-Benachrichtigungen Ihrer Bank, um bei verdächtigen Transaktionen sofort informiert zu werden. Im Falle einer betrügerischen Abhebung kontaktieren Sie umgehend den Kundenservice Ihrer Bank (Nummern stehen meist auf der Website oder auf der Kartenrückseite).

3. Betrug bei Mietwagen, Rollern und Ferienunterkünften
Die Vermietung von Fahrzeugen und Unterkünften ist ein Bereich, in dem Betrug teuer werden kann. Falsche Vermieter oder unseriöse Agenturen sind insbesondere in Touristenzentren wie Playa del Inglés (Avenida de Gran Canaria und Avenida de Estados Unidos), Puerto Rico (Avenida de Gran Canaria, 35130 Mogán) und an Schaltern am Flughafen präsent. Die Maschen reichen von versteckten Gebühren über fingierte Versicherungen bis hin zur ungerechtfertigten Einbehaltung der Kaution.
Beispiele und wichtige Adressen:
- Goldcar Rent a Car (häufig genanntes Beispiel) — Schalter oft am Aeropuerto de Gran Canaria, Terminal de Llegadas, 35230 Telde. Übliche Masche: Nachbelastung wegen angeblicher « nicht gemeldeter Schäden ». Richtpreise: Kleinwagen ab 20–35 €/Tag ohne Versicherung. Achten Sie streng auf Versicherungsbedingungen und die Höhe der Selbstbeteiligung.
- Lokale Agenturen in Playa del Inglés — Rent-a-Car Avenida de Tirajana 3, 35100 San Bartolomé de Tirajana. Öffnungszeiten: 08:30–18:00. Vergleichen Sie Online-Bewertungen und bevorzugen Sie Anbieter mit klarem Geschäftssitz und von Ihrer Kreditkarte akzeptierter Versicherung.
- Buchungsplattformen für Unterkünfte — Bei Reservierungen über Peer-to-Peer-Plattformen (Airbnb, Booking.com) wählen Sie verifizierte Inserate und lesen die Stornobedingungen genau. Informationsstelle: Oficina de Información Turística de Maspalomas, Av. de Tirajana 1, 35100 San Bartolomé de Tirajana. Öffnungszeiten: 09:00–18:00.
Arten von Betrug und wie man sie vermeidet:
- Vorgeworfene Schäden: Der Vermieter behauptet, Kratzer oder Dellen seien nicht gemeldet worden und verlangt die Selbstbeteiligung. Machen Sie datierte Fotos vom Zustand des Fahrzeugs vor Übernahme und fordern Sie ein unterschriebenes Übergabeprotokoll. Bei Rollern prüfen Sie Kilometerstand und Helmzustand.
- Versteckte Gebühren: Vollgetankte Fahrzeuge werden als leer zurückgegeben, überhöhte Reinigungsgebühren oder Kosten für Reifen/Frontscheibe. Lesen Sie den Vertrag: Offizielle Preise beinhalten meist die IGIC (kanarische Mehrwertsteuer); achten Sie auf klare Euro-Angaben und die Tankregel (voll/voll).
- Kautionsrückbehaltung: Die Kaution wird per Kartenreserve oder Vorautorisierung einbehalten. Bestehen Sie auf einer offiziellen Quittung und bewahren Sie Beweise zur Rückgabe in einwandfreiem Zustand (Fotos, Unterschrift des Vertreters).
- Nicht übereinstimmende Unterkunft: Die Anzeige verspricht « 100 m zum Strand », tatsächlich liegt die Unterkunft 1,5 km entfernt, oder das Objekt ist bereits belegt. Nutzen Sie integrierte Zahlungswege der Plattform, niemals direkte Überweisungen auf private Konten. Nützliche Anlaufstelle: Oficina de Atención al Consumidor de Las Palmas de Gran Canaria, Calle Domingo J. Navarro 48, 35003 Las Palmas. Öffnungszeiten: 09:00–14:00.
Praktische Empfehlungen:
- Schließen Sie eine Zusatzversicherung ab, falls Ihre Kreditkarte keine Deckung der Selbstbeteiligung bietet. Vergleichen Sie die Angebote über Vergleichsportale, bevor Sie unterschreiben.
- Prüfen Sie die Reputation der Agentur auf mehreren Plattformen (Google, Trustpilot, TripAdvisor). Ein Anbieter mit klarer Geschäftsadresse und konsistenten Bewertungen ist vertrauenswürdiger.
- Bei Ferienwohnungen verifizieren Sie die Identität des Gastgebers, verlangen Sie einen Mietvertrag und bevorzugen Sie Zahlungen über die Plattform (z. B. Booking.com, Airbnb). Im Streitfall kontaktieren Sie die Plattform und bewahren Sie alle Nachrichten als Beweismittel auf.

4. Straßenverkäufer, Märkte und Fälschungen: Fälschungen erkennen und aufdringlichen Verkauf vermeiden
Märkte und Straßenverkäufer gehören zum lokalen Flair, können aber auch Schauplatz von Betrug sein. Auf Gran Canaria ziehen Märkte wie der Mercado de Vegueta (Plaza de Santiago, 35001 Las Palmas de Gran Canaria) und die Stände entlang der Promenade der Playa de las Canteras (Paseo Las Canteras, 35009 Las Palmas) viele Touristen an. Verkäufer bieten Souvenirs, Kleidung und Schmuck an – manche Produkte sind gut, andere eindeutig Fälschungen.
Details zu Orten und Öffnungszeiten:
- Mercado de Vegueta — Plaza de Santiago, 35001 Las Palmas de Gran Canaria. Öffnungszeiten: Lebensmittelmarkt 08:00–14:30, Kunsthandwerksmarkt je nach Wochentag. Vorsicht an den Eingangsständen, die vermeintliche Markenaccessoires zu stark reduzierten Preisen anbieten.
- Yumbo Centrum — Avenida de Estados Unidos, 35100 San Bartolomé de Tirajana. Öffnungszeiten der Shops: 10:00–22:00, das Einkaufszentrum ist nachts sehr aktiv. Starke Touristendichte, Verkäufer bieten schnell Touren und Waren an.
- Sonntagsmarkt in Arguineguín — Calle Triana, 35120 Mogán. Öffnungszeiten: Vormittags 08:00–13:00. Frische Produkte meist echt, jedoch Vorsicht vor Verkäufern, die gefälschte Ausflugstickets anbieten.
Häufige Betrugsformen:
- Als echt verkaufte Fälschungen: Handtaschen, Sonnenbrillen, Uhren. Verkäufer drängen oft und behaupten, « das sei das letzte Stück », um einen schnellen Verkauf zu erzwingen. Typische Preise: gefälschte Sonnenbrillen 10–25 €, Uhren 20–50 €, Taschen 30–80 €. Klingt es zu schön, um wahr zu sein, ist es wahrscheinlich eine Fälschung.
- Geldwechsel auf dem Markt: Personen bieten an, Euro gegen Fremdwährung zu tauschen oder vermeintlich attraktive Wechselkurse anzubieten. Oft erhalten Sie gefälschte Banknoten oder deutlich weniger Wert. Wechseln Sie nur in Banken oder offiziellen Wechselstuben wie Global Exchange, Aeropuerto de Gran Canaria, Terminal 1, 35230 Telde. Öffnungszeiten: 06:00–00:00 je nach Flugverkehr.
- Geldforderung nach Foto oder Interaktion: Straßenkünstler oder kostümierte Personen (vor allem in der Nähe der Playa de las Canteras und der Promenade) verlangen manchmal nachträglich Geld, nachdem sie Sie fotografiert haben. Klären Sie vorher den Preis (z. B. « ¿Cuánto? » — « ¿Cuánto por una foto? »).
Praktische Hinweise:
- Vermeiden Sie impulsive teure Käufe an Stränden und in stark besuchten Bereichen, wenn Sie die Qualität nicht vorher geprüft haben.
- Für Bargeldwechsel und größere Summen nutzen Sie nur offizielle Stellen (Banco Santander, CaixaBank, Global Exchange) oder Flughafenautomaten. Wechselstuben in der Innenstadt können versteckte Provisionen haben.
- Wenn ein Verkäufer Druck ausübt, treten Sie ruhig zurück und suchen Sie einen anderen Stand. Bei wertvollen Käufen verlangen Sie eine Rechnung oder Quittung mit Adresse des Händlers.

5. Ausflüge, Wassersport und falsche Guides: Buchungen für Abenteuer absichern
Bootsausflüge, Buggy-Touren durch die Dünen von Maspalomas und Wassersportarten wie Jetski-Fahrten sind sehr beliebt. Sie sind aber auch ein Feld für Betrug: Überbuchungen, Boote, die nicht den Sicherheitsstandards entsprechen, oder nachträgliche Forderungen nach Zusatzzahlungen. Seriöse Betreiber haben in der Regel eine Geschäftsadresse, sichtbare Lizenzen und Sicherheitsanweisungen in mehreren Sprachen.
Adressen und übliche Abfahrtsorte:
- Puerto de Mogán Boat Tours — Muelle de Mogán, 35138 Mogán. Bürozeiten: 09:00–18:00. Richtpreise: Delfinbeobachtungstour 35–55 €/Person (3–4 Stunden), je nach Ausrüstung und Saison.
- Maspalomas Dune Buggy Operators — Avenida de Tirajana, 35100 San Bartolomé de Tirajana (in der Nähe der Einkaufszone). Abfahrten variieren, Touren 2–4 Stunden, Preise: 40–75 €/Person je nach Fahrzeuggröße und Guide.
- Jetski-Verleih am Puerto Rico Marina — Muelle Deportivo Puerto Rico, 35130 Mogán. Öffnungszeiten: 09:00–19:00 in der Saison. Preise: 30–60 €/20–40 Minuten, oft wird eine Kaution in bar verlangt.
Betrugsarten und Schutzmaßnahmen:
- Bezahlt, aber keine Leistung: Vorauszahlung für eine Tour, am Tag behauptet der Anbieter « Schlechtes Wetter » und schlägt ein neues Datum vor, das nie stattfindet. Buchen Sie bei Anbietern mit Rückerstattungsgarantie oder zahlen Sie mit Karten, die Stornierungen abdecken. Bestehen Sie auf einer offiziellen Quittung mit Name, Adresse und Steuer-ID (NIF) des Betreibers.
- Überbuchung und Zuschläge für « Treibstoff »: Einige Betreiber verlangen vor Ort zusätzliche Gebühren für Treibstoff oder Ausrüstung und behaupten, dies sei notwendig. Bestehen Sie auf einem verbindlichen Festpreis vor Zahlung oder verlangen Sie eine Rückerstattung, falls sich der Service ändert.
- Nicht zertifizierte Guides: Bei Berg- oder Wanderaktivitäten (z. B. Pico de las Nieves, Straße GC-600) wählen Sie zertifizierte Guides, etwa von der Bergsteiger-Föderation von Las Palmas oder etablierte Ausflugsbüros. Richtpreise für einen privaten Guide: 70–120 €/Tag.
- Illegale Jetskis: Manche Verleiher halten sich nicht an Abstandsregelungen und könnten Sie in rechtliche Schwierigkeiten bringen. Mieten Sie bei offiziellen Nautik-Basen mit Feuerlöschern, Schwimmwesten und Sicherheitsbriefings (z. B. Base Náutica Puerto de Mogán, Muelle de Mogán).
Praktische Vorsichtsmaßnahmen:
- Lesen Sie Bewertungen und achten Sie auf Hinweise zur Sicherheit. Auf Plattformen wie Tripadvisor oder Google sollten Sie negative Bewertungen studieren, um Muster von Betrug zu erkennen.
- Bitten Sie um Einsicht in die Lizenz des Unternehmens, Versicherungszertifikate und Sicherheitspläne für Boote. Seriöse Anbieter zeigen diese Unterlagen am Schalter vor.
- Zahlen Sie nicht komplett in bar, wenn es vermeidbar ist. Nutzen Sie Kreditkarten oder Zahlungsplattformen, die im Streitfall Rückerstattungen ermöglichen.

Fazit — Klug reisen auf Gran Canaria: wachsam bleiben ohne Panik
Gran Canaria ist ein Reiseziel voller Möglichkeiten und Entdeckungen. Trotz mancher gezielter Betrugsversuche erleben die meisten Besucher einen angenehmen und sicheren Aufenthalt. Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht: informiert und vorsichtig sein, ohne sich die besonderen Erlebnisse der Insel entgehen zu lassen. Die in diesem Ratgeber beschriebenen Betrugsformen — nicht-offizielle Taxis, manipulierte Geldautomaten, betrügerische Vermietungen, aufdringliche Straßenverkäufer und dubiose Ausflugsanbieter — sollen nicht abschrecken, sondern dazu motivieren, ein paar einfache, wirkungsvolle Reflexe zu entwickeln.
Kurz zusammengefasst – die wichtigsten Tipps:
- Bevorzugen Sie offizielle Taxidienste (Taxistände am Flughafen, bekannte Firmen) und verlangen Sie eine Quittung mit Identifikationsnummer.
- Benutzen Sie Geldautomaten in Bankfilialen, decken Sie Ihre PIN ab und aktivieren Sie Benachrichtigungen Ihrer Bank.
- Dokumentieren Sie den Zustand gemieteter Fahrzeuge mit datierten Fotos, lesen Sie Verträge genau und schließen Sie bei Bedarf zusätzliche Versicherungen ab.
- Kaufen Sie bei seriösen Händlern und Märkten, verlangen Sie Rechnungen und misstrauen Sie extrem günstigen Angeboten.
- Buchen Sie Ausflüge und Aktivitäten bei zertifizierten Anbietern, lassen Sie sich Lizenzen und Versicherungen zeigen und zahlen Sie vorzugsweise per Karte.
Im Streitfall stehen Ihnen die örtlichen Behörden zur Verfügung: Policía Local (Anzeigeerstattung im Gemeindeamt), Policía Nacional (bei organisierter Kriminalität) und Guardia Civil (vor allem bei Vorfällen auf See oder außerhalb urbaner Gebiete). Die offiziellen Tourismusbüros in Las Palmas (Calle Mayor de Triana 11, 35002 Las Palmas de Gran Canaria) und Maspalomas (Av. de Tirajana 1, 35100 San Bartolomé de Tirajana) geben Auskunft zu verlässlichen Anbietern und können nützliche Kontakte vermitteln. Bewahren Sie alle Belege (Quittungen, Fotos, Screenshots) auf, notieren Sie Zeiten und Adressen und kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder Zahlungsplattform bei verdächtigen Transaktionen.
Klug reisen auf Gran Canaria bedeutet auch, offen und respektvoll gegenüber der lokalen Bevölkerung zu bleiben und gleichzeitig achtsam zu sein. Die Kanarenbewohner sind in der Regel gastfreundlich und hilfsbereit: Ein einfaches « gracias » oder « buenos días » erleichtert viele Begegnungen. Mit Höflichkeit und Vorsicht erhöhen Sie die Chancen auf eine unvergessliche, sorgenfreie Zeit auf dieser faszinierenden Insel. Gute Reise und genießen Sie Gran Canaria sicher!


